Professor Mayer gehört zu der kleinen Handvoll Wissenschaftler, die sich schon sehr frühzeitig, im Jahre 2005 mit der Technik und vor allem der Frage nach einer eventuell vorhandenen Toxizität der elektronischen Zigarette auseinandergesetzt haben. Seit 1999 hat er einen Lehrstuhl als Ordentlicher Professor für Pharmakologie und Toxikologie an der Universität Graz.

 

Herr Professor Mayer, aus welchem Grund unterstützen Sie das Manifest von M.O.V.E?

Weil ich überzeugt bin, dass E-Zigaretten ein historisch einzigartiges Potential zur Tabakprävention haben. Um dieses Potential zu nutzen bedarf es sachlicher Aufklärung der Bevölkerung über die gesundheitlichen Vorteile im Vergleich zu Tabakzigaretten.

Halten Sie es für möglich, dass das Dampfen, wenn man die richtigen Anreize setzen würde, für Raucher eine Lösung (heraus aus dem Tabak) sein könnte?

Definitiv Ja!
Mittlerweile sind Millionen von Rauchern nahezu „schmerzfrei“ auf E-Zigaretten umgestiegen. Häufig wird argumentiert, dass die Erfolgsraten sehr klein seien. Das ist aber wohl vorwiegend eine Konsequenz der Verunsicherung durch diverse Gesundheitsorganisationen, die über die Medien im Konjunktiv formulierte Abschreckungsszenarien verbreiten anstatt Raucher zum Umstieg zu motivieren.

Haben Sie sonstige Gedanken zum Thema, die Sie Ihren Kollegen gern zur Kenntnis geben möchten?

Ich ersuche die Bevölkerung, und zwar Laien ebenso wie die Experten im Gesundheitswesen, sich nicht auf die Empfehlungen von Gesundheitsorganisationen und medizinischen Fachgesellschaften zu verlassen, sondern selbständig die Fakten zu prüfen. Meines Erachtens reicht bereits der Hausverstand um zu erkennen, dass einige wenige relativ harmlose Stoffe in E-Liquids weniger schädlich sind als tausende toxische und zum Teil nachweislich krebserregende Stoffe im Tabakrauch.

Außerdem würde ich es gerne noch erleben, dass der Mythos vom hochtoxischen, suchterzeugenden Nervengift Nikotin aus den Köpfen verschwindet. Medizinische Fachgesellschaften warnen vor Nikotin in E-Zigaretten und empfehlen stattdessen nikotinhaltige Arzneimittel zur Raucherentwöhnung. Die wundersame Verwandlung vom empfohlenen Heilmittel in Kaugummis und Pflastern zum toxischen Nervengift in E-Zigaretten ist ein von der Pharmaindustrie und deren Lobbies erfundenes Märchen.


Kommentare

Professor Bernd Mayer — 4 Kommentare

  1. Vielen Dank für diese Initiative
    leider seid ihr noch viel zu unbekannt. Aber das wird sich hoffentlich ändern.
    Besonders ärgert mich die Medienkampagne gegen e-dampfen, welche sogar durch öffentliche rechtliche Medienanstalten verbreitet werden.
    Mir bleibt nur dieser Initiative viel Erfolg zu wünschen und viele Menschen zu erreichen. Ich bin nur einer 8von vielen), welcher nach 40 Jahren Tabakkonsum den Ausstieg aus dem Zigarettenrauchen geschafft.

  2. Vielen Dank für ihren Beistand zum Schutze der E-Zigarette – die es mir ermöglicht hat vom Tabak weg zu kommen. Ich bin Entwickler und habe aus Kostengründen und aus Prinzip selber gedreht und am Tag einen erheblichen Tabakbedarf benötigt. Nikotin förert ja bekanntlich die Konzentration. Nun dampfe ich mit erheblich weniger Nikotin. Als neutorischer Radfahrer konnte ich schon kurz nach der Umstellung gesundheitliche Verbesserungen wahrnehmen und was soll ich sagen, seit der E-Zigarette hat sich meine Lebensqualität und die der Personen um mich herum enorm verbsert. Kein Gestank mehr etc. Meine Eltern sind beide Nichtraucher und verteidigen auch als Nichtnutzer deren Vorteile, mein Vater leidet an einer Lungenkrankheit bedingt auch durch früheren Konsum von Zigaretten, die Benutzung der E_Zigarette in seiner Nähe bedeutet für ihn keinerlei Störung oder Belastung, um mal das Gespenst des Passivdampfes zu lösen. Also kann ich aus Erfahrung und in Hinblick auf die Lungenkrankheit meines Vaters sagen – mir hat die E-Zigarette wahrscheinlich das Leben gerettet. Wird sie verboten und ich müsste auf Tabak zurückweichen, wären diejenigen wie Frau Dr. Pötschke-Langer, DKFZ und Co. aktiv an meinem vielleicht daraus resultierenden Tod bzw. die wissentliche Inkaufnahme einer Erkrankung verantwortlich. Um es mit Professor Bernd Mayer’s Worten zu sagen. Weiß ich nicht wie diese Personen nachts ruhig schlafen können.

  3. Pingback: M.O.V.E. - Neue Webadresse - DampfFreiheit

  4. Schliesse mich und ersuche darüber hinaus die Bevölkerung, und zwar Laien ebenso wie die Experten im Gesundheitswesen, sich nicht auf die Empfehlungen von Gesundheitsorganisationen und medizinischen Fachgesellschaften zu verlassen, sondern selbständig die Fakten zu prüfen.

    Meines Erachtens reicht bereits der Hausverstand um zu erkennen, dass Nikotin nicht nicht süchtig machen kann, denn es wirkt in keiner Darreichungsform der „Nikotinersatzmittel“ egal ob Pflaster, Lutschbonbon oder Spray suchterregend.

    Prof. Etter bstätigte in einer Studie, dass die E-cig genau so wenig suchterregend ist wie Nikotinersatzprodukte welche „selbst kaum suchterregend sind“.